West-Journalisten im Donbass.Es gibt sie auch, die Guten

Die Wahrheit ist unsere Waffe.

Janus Putkonen, finnischer Journalist, Leiter und Chefredakteur von DONI
aus dem Russsichen Original übersetzt von Olga Malzev über die italienische Seite von “The Saker“

 

-Warum haben Sie sich entschieden, nach Donbass zu fahren?
– Das ist eine sehr gute Frage. Viele meiner Journalistenfreunde und andere Menschen stellen sie mir. Die Sache ist, dass wir nicht neutral bleiben können, wenn Nazi-Bataillone ins Spiel kommen. Wir müssen unsere Position verteidigen. Wir
müssen für unsere Wahl kämpfen. Die Wahrheit spornt uns an, bestimmte Handlungen zu unternehmen. Zum ersten Mal bin ich im März 2015 nach Donbass gekommen. Und seit diesem Augenblick hat sich Donbass für immer in meinem Herzen angesiedelt.

Ich kann nicht normal schlafen, bis die Wahrheit bei der Öffentlichkeit ankommt. Die Wahrheit ist unsere Waffe. Die Menschen müssen die wahre Natur dieses Konfliktes wissen. Wir haben keine andere Wahl.

Im Laufe einiger Jahrzehnte habe ich mich mit geopolitischen Untersuchungen bezüglich des Eindringens westlicher Gewaltstrukturen in Libyen und der Situation in Syrien befasst. Die Ukraine ist das nächste Glied in der Kette dieser Ereignisse. Ich habe ca.1.000 Artikel geschrieben, die der Ukraine-Krise, dem Referendum in Krim, der Bewegungsfreiheit in Noworossia gewidmet waren. Als ich dort angekommen bin, habe ich verstanden, wie Recht ich hatte.

Ich habe die führenden Medien des Westens auf ihrem eigenen Territorium herausgefordert, aber als ich in Donbass angekommen bin, habe ich das Gesamtbild des Geschehens begriffen. Zum Glück habe ich richtige Informationsquellen genutzt und mich bemüht, die wahre Natur des Konflikts nachzuvollziehen.

-Wurde auf Sie Druck seitens Ihrer europäischen Kollegen ausgeübt?

– Natürlich, sie haben gesagt, dass unsere Neutralität unser Vorteil ist, aber das ist nicht der Fall. Sie haben Angst, selbst notwendige Schritte zu unternehmen, um die Wahrheit zu erfahren, deshalb beschuldigen sie allem diejenigen, die solche Schritte tun.

Ich hoffe, dass das Niveau der Verantwortung und des Bewusstseins schnell steigen wird. Ich fürchte, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, um die Wahrheit zu akzeptieren.

-Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Sie in Finnland wohnen und der Welt über Donbass von dort aus erzählen würden? Oder hatten Sie eine solche Möglichkeit nicht?

– Finnland ist ein okkupiertes Land. Es ist ein der Wahrheit gegenüber feindlich gesinntes Land. Dort verliert man den Lebenswillen. Ein Tag in Freiheit ist besser als Jahrhunderte in Sklaverei.
Die Donezk-Republik ist ein wirklich freies Land. Wenn ich nach Russland komme, kann ich atmen. Ich spüre keine Angst, ich brauche mich nicht zu fürchten.

Und in Finnland befand ich mich in Depression. Die Menschen in meinem Land scheinen zu schlafen. Sie sehen wie Zombies aus. Und sie glauben dieser ganzen Lügen wirklich. Sie stellen sich nicht einmal einfache Fragen: wo liegt die Wahrheit?

Das ist sehr traurig. Selbst in Ihrer Familie könnte es Menschen geben, die schlafen und die Wahrheit nicht sehen. Natürlich sind sie gute Menschen, und trotzdem glauben die meisten den Medien und der Propaganda und unterstützen die Regierungspolitik.

Im Land arbeiten die NATO und andere global orientierte Institutionen. Es gibt keine Freiheit im Land, sondern Sklaverei. Es hat keinen Sinn, in einem solchen Land zu leben, dort kann man nie etwas erreichen.

– Hält sich die ukrainische Armee an die Minsk-Vereinbarungen oder bricht sie diese? Wie ist die Situation zur Zeit?

– Als ich Donezk verlassen habe, wurde das Krankenhaus Nr.19 beschossen. Es wurde mit Granaten beworfen. In dortigen Kampfeinheiten gibt es auch meine Freunde. Dort gibt es auch Freiwillige aus verschiedenen Ländern der Welt. Und sie sagen, dass es jeden Tag Beschuss gibt. Von einer Einhaltung der Vereinbarungen kann also nicht die Rede sein. Menschen schießen aufeinander aus Schützengräben. Es läuft ein grausamer Krieg. Es werden zwar keine großen Angriffs- und Verteidigungsoperationen durchgeführt, aber Menschen sterben und werden verwundet, tagtäglich. In Wohngebieten wird Unfug getrieben. So ist die Wahrheit.

– Erwarten Sie demnächst irgendwelche Kriegsoperationen?

– In der jetzigen Situation ist es sehr kompliziert, etwas vorherzusagen. Jetzt kann man beobachten, dass Nazi-Bataillone ihre Kräfte wieder entlang der Frontlinie konzentrieren. Hier gibt es viele amerikanische Söldner. Die NATO erteilt ihnen ihre Befehle und trifft alle Entscheidungen.

Es befinden sich über 100.000 Menschen und über 1.000 Panzer an der Front. Es sieht so aus, dass etwas vorbereitet wird, aber ich glaube nicht, dass man mit Militärkraft etwas erreichen kann. Die Verteidigungskräfte von Noworossia sind über alle Bewegungen der Bataillone gut informiert.

Deshalb, falls die NATO und ukrainische Behörden zumindest ein wenig Gehirn besitzen, werden sie mit Verhandlungen beginnen. Wir werden hoffen, dass der gesunde Menschenverstand Oberhand nimmt.

– Heute sehen wir, dass viele ukrainische Soldaten und Kommandeure ausgezeichnet werden. Einigen werden sogar Denkmäler gebaut. Was wollen ukrainische Beamten damit der Welt und Donbass sagen? Wir wissen, dass diese Menschen für den Tod unschuldiger Zivilisten verantwortlich sind.

– Ja, das sind ungeheuerliche Verbrechen gegen die Menschheit. Sie sollten sich schämen. Das Ausgeben von Medaillen macht die Situation nicht besser. Das ist eine Fassade, mit deren Hilfe sie zeigen, dass sie Recht hatten. Aber meine Freunde, die in Militäreinheiten dienen, waren Augenzeugen der Kriegsverbrechen. Sie haben mir darüber einen ausführlichen Bericht erstattet.

Sie kämpfen unehrenhaft. Wozu Krankenhäuser und Kindergärten beschießen?

Das ist Wahnsinn. Ich denke, dass diese ukrainischen faschistischen Kräfte waschechte Verbrecher sind. Sie haben kein Gewissen.

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Eine Antwort zu West-Journalisten im Donbass.Es gibt sie auch, die Guten

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Gefällt mir

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