“Leben und Leben lassen“- oder doch zu hart?

eichamt dvrAus  nur ein par Minuten Videos, versteht man den Weg des Chefs der Volksrepublik Donezk (DVR)
Ein Zeitdokument mit zwei Videos der Extraklasse für all die, die sich für das Leben in der DVR (Volksrepublik Donezk) interessieren. Für all die, die sich nicht so recht vorstellen können, wie der “Ordnungserhalt “ mitten im Kriegszustand in 2015 funktioniert. Oder eben, wie Sachatschenko es ohne “Erschießungskomando“ doch so steuert, dass es wirkt. Wirkt, für die Masse der Menschen, die allzuoft in den letzten Monaten den Mut verlieren. Allzuoft betrogen wurden von der Umsetzung einer Idee, deren Zeit gekommen schien. Doch immer wieder von gewissenlosen Verbrechern “angehalten“ wurde. Dem einen oder anderen mag die Methode “aufstoßen“….

Захарченко на рынке проверил весы своим пистолетом ТТ (ВИДЕО

Продолжение истории с ТТ: Захарченко отправил директора рынка на передовую

Teil 1. :  “ Butterbrot- & Peitsche Strategie “

Der Marktbesuch in Donezk„Solowki“ durch Alexander Sachartschenko, hatte für den Marktleiter eine unangenehme Folge, wenn Dienst an der Gemeinschaft gegen die Ukrainischen Verbrecher-Armee als unangenehm empfunden werden kann…

Er , Sachartschenko hatte angeordnet, die Platzgebühr auf dem Markt zu senken. In der Überprüfung stellte sich dann heraus, dass diese Anordnung von der Leitung des Marktes nicht erfüllt wurde. Dafür wurde der Marktleiter bestraft: Er wurde an die Front geschickt, in die Nähe von „Spartak“. Erst wurde er zu 3 Monaten “verdonnert“doch angesichts der Tatsache, dass er eine Frau und zwei Kinder hat, wurde die Strafe auf 30 Tage verkürzt.

Im Video : „Es gibt nirgendwo eine Kontrollwaage, man kann nicht das genaue Gewicht ermitteln,“ sagte eine der Käuferinnen empört….

Geistesgegenwärtig zieht danach Sachartschenko seine aus 1943 stammende Pistole aus dem Halfter und legt im Wissen ihrers Gewichts im vollgeladenen Zustand von 940g,  diese dann auf die Waage auf dem Marktstand und stellt dann fest:
Sie lügt,“ stellte der Anführer der DVR A.Sacharttschenko fest. „Eine Pistole kann nicht mehr wiegen, als sie wiegt, richtig? Schau, um wie viel – um15 Gramm!“ 
(Anmerkung Autor : Genaugenommen betrügt die Waage tatsächlich um 17g, da die Pistole “nur“ 938 g wiegt.)

Teil 2. :  “ Butterbrot- & Peitsche Strategie “

Die Fortsetzung des Marktgeschehens mündet in der Video-Dokumentation seines Tuns zur “Preisregulierung“ in Donezk der Grundnahrungsmittel. Dem einen – oder anderen – mag die Methode etwas zu sehr an das stalinistische Russland erinnern, oder an die DDR-Rhetorik. Andere finden genau dies wieder als die wirksamste Methode . In Folge des in deutsch untertiteltem Video zum Nachlesen….

 

 

 

 

00:00 Alexander Wladimirowitsch, Ihr Besuch bei Solowki hat alle beeindruckt. Wir haben schon darüber gesprochen. Wir haben gesehen, wie Sie Ihre TT auf die Waage gelegt haben.

00:09 Sie haben gesagt, dass eine TT tatsächlich genauso viel wiegt, wie Sie wissen, richtig? Damals haben Sie versprochen, dass Sie die Preise überprüfen. Ich sehe, dass Sie Ihr Versprechen erfüllt haben. Was können Sie darüber sagen?

00:21 Es gab zwei Versprechungen dort. Die erste Versprechung war, die Preise in allen Märkten zu überprüfen. Hier ist es eine Vergleichstabelle für alle Märkte der Donezk-Volksrepublik. Wir schauen sie gemeinsam an.

00:31 Und die zweite Versprechung war, die Platzgebühr auf dem Markt „Solowki“ zu senken.

00:38 Ich hatte versprochen, am Dienstag zu kommen und diesen Preis zu kontrollieren, inwieweit meine Anweisung umgesetzt wurde. Leider wurde die Anweisung nicht umgesetzt.

00:47 Am Dienstag hatte niemand vor, den Preis zu senken. Daher habe ich die Menschen, die auf diesem Markt handeln, versammelt…

00:57 …einen der Unternehmer, der dort handelt, zum Marktleiter ernannt, und der Marktleiter von „Solowki“ erfüllt heute die Wehrpflicht…

01:07 …in der Einheit, die in der Nähe von „Spartak“ disloziert ist. Das Einzige ist, ich habe für ihn 3 Monate angeordnet, aber da er eine Ehefrau und zwei Kinder hat, hatten wir Mitleid mit ihm…

01:18 …und die Frist auf 30 Tage reduziert. Heute ist er an der Front, er kämpft, im Prinzip hatte er – ich habe mich extra erkundigt – seine erste Schlacht schon hinter sich, und er ist nicht weggelaufen.

01:28 -Also war er doch mutig.

-Ja, er hat es ausgehalten.

-Na gut. Und was ist nun mit den Preisen?

01:35 Schauen Sie, was für eine Situation sich ergibt. Das interessiert vielleicht nicht nur Sie, sondern auch mich.

01:42 (Vorlesen der Preise für die Grundnahrungsmittel auf den verschiedenen Stadtmärkten)

02:09 Der Unterschied der Preise beträgt – Sie werden es mir nicht glauben! – 250-300 Rubel pro Kilo.

02:16 (weiterer Vergleich der Preise- je näher zur Stadtmitte, desto teurer)

02:30 Ich denke nicht, dass dieselbe Kuh auf einem Markt 180 und auf einem anderen 380 Rubel kosten kann.

350, Entschuldigung. Denselben Unterschied beobachten wir auch bezüglich anderer Nahrungsmittel.

02:42 (weiterer Vergleich der Preise)

02:57 Und uns rufen Bewohner von Enakiewo an und beschweren sich, dass es ihnen schlecht geht, he-he…

Sie können einfach nur nicht vergleichen.

03:02 Die Lage ist einfach folgend: warum wird es so gemacht? In einem republikanischen Supermarkt – das ist ein staatliches Unternehmen – dort befinden sich dieselben Karotten und Kartoffeln…

03:13 …für 12-13 Rubel im Netz, und pro Kilo 14, und wenn wir dieselben Kartoffeln auf den Märkten nehmen, haben wir folgende Situation:

03:25 16, 17, 19, 20, 25, 26, 23. Die teuersten kosten 26. Die billigsten 15. Also kostet ein Kilo Kartoffeln 15 Rubel.

03:40 Das ist teurer als in Supermärkten. Oder wenn man Möhren nimmt… (ähnlicher Preisvergleich)

04:14 Das heißt, dass die Marktleiter die Preispolitik in Wirklichkeit nicht kontrollieren, die sich in ihren Unternehmern bildet, die sie leiten sollen.

04:24 An der gleichen Krankheit hat a propos auch der Markt „Solowki“ gelitten. Also sollen die verantwortlichen Personen nicht nur die Sauberkeit und die Platzgebühren kontrollieren…

04:37 …und so weiter und so fort, sondern das sind Menschen, die sich in erster Linie darum kümmern müssen, auf den ihnen anvertrauten Objekten einen maximal niedrigen Preis auf die Nahrungsmittel zu sichern. Das ist ihre wichtigste Aufgabe.

04:46 Wofür wurden die Stadtmärkte in Donbass eröffnet? Genau dafür und für nichts anderes! Damit die Menschen kommen dürfen, komfortabel arbeiten und…

04:57 …maximal billig verkaufen, was sie haben. Das heißt, dass sie auch noch davon profitieren. Aber damit beschäftigt sich keiner. Das heißt, anhand dieser Liste habe ich gesehen: Verehrte Leiter dieser Unternehmen,…

05:08 …hier befinden sich ca. 40 Stadtmärkte. Das Schicksal des Marktleiters von „Solowki“ kennen Sie jetzt alle. Glauben Sie mir, man kann in die Armee von Noworossia auf verschiedene Art und Weise mobilisieren.

05:18 Sie befinden sich in der Zone der Mobilisierung. Noch sage ich es Ihnen mittels TV, aber über jeden dieser Märkte wird eine Entscheidung getroffen. Sie haben ein Beispiel.

05:28 Es sind Supermärkte, die in Wirklichkeit mehr Kosten tragen müssen: Miete, steuerliche Belastung etc. Und sie schaffen es dennoch, billiger zu verkaufen, als Sie es tun.

05:39 Sie befinden sich in diesen Unternehmern, und ich erlaube Ihnen, die Unternehmer einzubeziehen, die einen würdigen Preis anbieten, und diesen Unternehmern zu ermöglichen, auf den besseren Plätzen ihre Produkte zu verkaufen,…

05:51 …diesen Unternehmern maximal zu helfen, damit die Menschen Produkte von besserer Qualität für maximal niedrige Preise kaufen können. Das war’s. Das ist Ihre wichtigste Aufgabe.

06:01 Falls Sie diese Aufgabe nicht bewältigen, müssen wir uns von Ihnen verabschieden. Das ist ein offizielles Statement.

 

 

 

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4 Antworten zu “Leben und Leben lassen“- oder doch zu hart?

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. sascha313 schreibt:

    Ach wissen Sie, Sachartschenko hat eben Humor! Und nicht zu vergessen: er besitzt einen klaren Verstand!

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