Warum rettet Russland Syrien und nicht die Ukraine?

Почему Россия спасает Сирию, а не Украину

Man fragt sich, warum sich Russland in die militärische Auseinandersetzung in Syrien einschaltet, jedoch nicht in den Konflikt in der Ukraine.

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Heißt das, dass uns die Syrier näher stehen als die Ukrainer? Daran alleine liegt es nicht, aber eigentlich, so traurig es auch sein mag, es ist tatsächlich der Fall – die einen sind zu geistigen Brüdern geworden, die bereit sind, für ihr Recht zu kämpfen, Menschen zu bleiben. Die anderen haben sich für Glasperlenketten verkauft und sich zu „Nicht- Brüdern“ erklärt. Der Vergleich Syriens mit der Ukraine ist sehr aufschlussreich, da er die wichtigsten Fragen über die Ukraine beantwortet – warum und weshalb Russland so gehandelt hat und nicht anders. Das eine wie das andere Land ist zum Opfer der westlichen Propaganda und Aggression geworden, zum Opfer des Versuchs, hirnlose Banditen und Terroristen an die Macht zu bringen. Aber das Szenario ist jeweils ganz anders.

Syrien:

1. Präsident Assad hat sich nicht von der „friedlichen Opposition“ und von den Ultimaten des Westens einschüchtern lassen.

2. Als der Westen die hirnlosen Terroristen auf ihn gehetzt hat und diese als „Rebellen“ präsentierte, hat Assad Unterstützung bei der syrischen Elite, wie der Verwaltungsschicht und der Armee, gefunden und, trotz einer Reihe des Verrats, konnte Assad die Kontrolle über das Land behalten.

3. Die USA bauen auf den Ruinen des Iraks eine Bande, ISIL genannt, auf und verüben auf diese Weise einen neuen, noch härteren Schlag gegen Syrien.

4. Vier Jahre lang, trotz einer Reihe von Verlusten, in den schwersten Kämpfen, trotz unzähligen Opfern, der Flucht und Migration von vielen Millionen Menschen, setzt Syrien den Widerstand gegen die Banden der Terroristen fort. Syrien zeigt dabei einen starken Willen und ein nüchternes Verständnis der Situation. Das Volk Syriens wird zusammen mit dem Kern der Elite und der Macht zu einem Monolith.

Ukraine:

1. Präsident Janukowitsch, der indirekt von Moskau unterstützt wurde, hat in einem entscheidenden Augenblick – am 21.Februar 2014 – Angst bekommen. Er verweigerte die Übernahme der Verantwortung für die notwendige Gewalt, und hält es bis jetzt für seinen Verdienst.

2. Die Elite hat von ihrer Seite, beide, Janukowitsch und den Teil des Landes, der nicht die pro-westlichen Ansichten teilte und sich an Moskau orientierte, verraten. Die Elite hat sich dem Westen mit allen Innereien ergeben. Null Widerstand.

3. Die Bevölkerung der Ukraine hat, wie traurig es auch immer sein mag, in ihrer Masse, die illegale Macht der Banditen akzeptiert, oder hat Angst bekommen und ist sitzen geblieben. Aktiven Widerstand haben nur die Krim und der Donbass geleistet sowie ein paar hundert Menschen in Odessa, Saporoschje und Charkow.

4. Im Laufe der mehr als eineinhalb Jahren, die seit dem Putsch in Kiew vergingen, duldete die Bevölkerung der Ukraine die Macht der Banditen bis heute, trotz der ganzen Misshandlungen- und mehr noch, sie lässt sich von ihnen gegen die Bewohner des Donbass und Russlands aufhetzen. Keine Propaganda kann rechtfertigen, dass viele Bewohner der Ukraine einen Verrat gegen die eigentlich eigenen Leute begangen haben. Sie sind bereit, den Schuh des Söldners aus den USA zu küssen, damit er die Russen zertrampelt.

Eine Schande. Was ergibt sich daraus? In Syrien hat Russland seine Hilfe erst dann aktiviert, als es gesehen hat, dass Assad an der Grenze einer möglichen Niederlage steht- nachdem Syrien alle 100% Prozent seiner Möglichkeiten und sogar mehr gezeigt hat. Als, laut mancher Information, Washington schon bereit war, eine Bodenoperation für die Beseitigung Assads durchzuführen. Und ein rein rechtliches Detail, das für Putin persönlich als einen Menschen, der aufs Gesetz achtet, wichtig ist: Assad ist eine legitime Macht in Syrien, die offiziell, im Namen des größten Teils des Volkes um Hilfe gebeten hat. In Syrien gibt es seit langem einen russischen Militärstützpunkt. Es gibt keine Hindernisse hinsichtlich internationaler Normen und Gesetze, um Damaskus zu helfen.

Was ist denn in der Ukraine? Gleich nach einem gewaltsamen Regierungssturz in Kiew, hat Moskau durch eine unikale Operation eine „Minimum – Aufgabe“ erfüllt: Die Krim und die russische Schwarzmeerflotte vor den Extremisten geschützt. In diesem Augenblick war alles legitim und klar: die Extremisten sind an die Macht gekommen, die Bewohner der Halbinsel haben sich eindeutig gegen sie und für die Rückkehr nach Russland ausgesprochen. Russland hatte dort einen Militärstützpunkt. Das war in der Tat eine unikale Situation.

Ferner hat Moskau, nachdem es seine Position bezüglich der Ereignisse in Kiew deutlich ausgesprochen hat, die Reaktion der hiesigen Bewohner und Eliten erwartet. Ein aktiver Widerstand ist nur im Donbass zustande gekommen. In Charkow und Saporoschje ist er zunichte gemacht geworden, nach der ersten Welle des Terrors.

Die Verbrannten im Gewerkschaftshaus in Odessa sind zum tragischen Punkt geworden, nachdem klar gestellt wurde, dass dieser Widerstand, gemessen an der ganzen Ukraine, der Widerstand von Einzelschicksalen war, die Mehrheit diese Macht (in Kiew) akzeptiert und deren Propaganda des Hasses hinsichtlich Russlands geglaubt hat. Während der Wahl von Poroschenko hat die Junta praktisch eine Vollmacht der ganzen Bevölkerung erhalten und das Fenster der Möglichkeiten für den Sturz der Hochstapler mit Hilfe Russlands hat sich lautstark geschlossen. Ja, es war eine Niederlage der russischen Welt auf dem größten Teil der Ukraine und Moskau wurde gezwungen, dies anzuerkennen. Es gab keine Stütze in der Ukraine.

Es ist eine Aufgabe geblieben den Donbass zu schützen, ohne direkte militärische Intervention von außen, die für Russland inakzeptabel wäre. Und im Prinzip ist es gelungen. Zum riesigen Bedauern, hat dies zu riesigen Opferzahlen geführt, da die russische Armee nicht direkt eingreifen und ihr ganzes Potenzial einsetzen durfte. Die Kiewer Macht ist indessen so weit gegangen, dass sie rechtlich gesehen die Bürger des eigenen Staates als Unmenschen behandelte und noch behandelt und sie bestialisch ermordet. Den Donbass als ein unabhängiges Land zu anerkennen und in die Russische Föderation einzugliedern- dazu hatte Russland kein Recht, weil auf diesen Territorien nicht genug Selbstverwaltung und sukzessive Macht vorhanden war- im Gegensatz zur Krim. Außerdem, hätte Russland, indem es Donezk und Lugansk (ein kleiner Teil, selbst auf dem Territorium von Neurussland) angeschlossen hätte, die ganze restliche Ukraine von sich losgelöst. Der Donbass ist zu einem Anker geworden, der Kiew im Feld unseres Einflusses gehalten hat und seine Regime strapaziert.

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Also: die militärische Hilfe an Syrien kann offiziell und sogar direkt sein, weil in Syrien eine legitime Macht vorhanden ist, eine zusammenhaltende Elite und ein heldenhaftes Volk, das sich nicht verraten und verkauft hat. In der Ukraine, wie nah sie uns auch immer stehen mag, gibt es nichts davon. Wir alle zusammen haben dieses Territorium ideologisch verspielt, und darum haben wir (noch) keine Möglichkeit, den Kampf offen und militärisch zu führen. In Syrien leistet man Widerstand gegen Banditen, die sich echte Muslime nennen, mit der Maschinenpistole in der Han. In der Ukraine beachtet man die Banditen, die sich Patrioten nennen, als eine Macht. Nach ihren benennt man die Straßen. Das ist eine Tatsache, und diese kann man nicht wegdenken (oder übersehen).

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5 Antworten zu Warum rettet Russland Syrien und nicht die Ukraine?

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Franko Steinert schreibt:

    Kannst du mal erklären wie du auf das schmale Brett kommst, dass Russen darüber zu bestimmen haben was das Richtige für Ukrainer ist? Woher nimmst du die Gewissheit, dass alle Ukrainer das Falsche für sich wollen – während eine Pro-Russische Minderheit selbstverständlich das Richtige will?

    Kommst du dir nicht irgendwie selber lächerlich vor wenn du über den bösen Westen her ziehst, während ein Mensch ja offenbar nur unter Russischer Führung leben kann – während du selber gar nicht in Russland lebst?

    Dir ist aber schon nicht entgangen, dass Russische Raketen in zB Kramatorsk und Mariupol Ukrainische Zivilisten getötet haben – und dass die Ukrainische Bevölkerung vielleicht gar nicht so sehr Lust darauf hat, dieses als eine „Befreiung“ zu beklatschen?

    Aber nach ner gut durchgeführten Propaganda-Gehirnwäsche dürfte es dir ja nicht all zu viel ausmachen, selbst solche abstrusen Texte schmerzfrei zu formulieren.

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  3. Günter Hering schreibt:

    Hat dies auf Frieden für Syrien, Frieden für die Welt! rebloggt.

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