Der Waffenstillstand bei Belaja Kamenka ist mit dem Eintritt des Bataillons „Wiking“ in den Kampf zu Ende gegangen

«Перемирие закончилось наступлением» — батальон «Викинги» о бое у Белой Каменки (ВИДЕО +18)


Maxim Fadejew 15.08.2015 – 15:23   
Übersetzt aus dem russischen: Thomas

Die Selbständige Motorisierte Schützen Brigade der Armee der DVR „Wiking“. Die 3. Kompanie des Bootsmannes in der vordersten Linie in den Höhen bei Belaja Kamenka.

juztr

Kiew beachtet die Minsker Abkommen nicht. Die sogenannte ukrainische Armee feuert aus der schweren Artillerie auf die Orte des Donbass und auf die Positionen der Landwehr.

Die Kämpfer fixieren den groben Verstoß des Regimes gegen die Waffenruhe seitens der ukrainischen Besatzer.

Der Waffenstillstand ist damit zu Ende gegangen, dass die ukrainische Seite eine große Menge Technik an der Linie der Berührung zusammengezogen und dann begonnen hat, den Beschuss zu führen und zum Angriff überzugehen.

«Der Gegner hat uns mit den Panzern und den Schützenpanzern angegriffen. Zunächst hat die Infanterie die Stellungen auf leise Weise bezogen und später griff die gepanzerte Gruppe in den Kampf ein. Wir haben den Kampf angenommen und einen Schützenpanzer und einen Panzer in Brand gesetzt, ein weiteres Fahrzeug ist beschädigt und geborgen worden. Den Rest zerschlug die Infanterie.

Später sind unsere Kampffahrzeuge zu uns zurückgekehrt und haben den Feind zurückgeworfen. So ist der Waffenstillstand zu Ende gegangen. Es gibt jetzt nirgendwo mehr Frieden», hat der Bootsmann von der Situation in der vordersten Linie berichtet.

Vorsicht: Das Video ist nicht deshalb aufgenommen worden, um als Beispiel für klassische Konversation zu dienen.

Das Verfasser-Aufnahmeteam des Kriegsberichterstatters der Mannschaft von News-front. Maxim Fadejew.

Invictus maneo!

http://rusvesna.su/news/1439639439

Voicedonbass/ Übersetzer Thomas 

Heute als ungeschminkter Kommentar im Artikel des Teammitgliedes Thomas, selbst “Millitärangehöriger i.R.)  

Ich habe was über die Truppen der DVR in Belaja Kamenka beigefügt und mich mal aufgerafft, meine Meinung zu Papier zu bringen. Auch auf die Gefahr hin, neuen Eindrücken und Berichten im Weg zu sein, es musste sein. Ich habe heute zwei Beiträge beigefügt, die beide etwas mit „Wiking“ zu tun haben. Es ist der Versuch den heldenhaften Kämpfern einen Namen zu geben, das Unpersönliche und gleichzeitig Beschönigende der Vorgänge etwas aufzulösen. Wer allerdings denkt, Wiking hätte etwas mit rechter Denkweise zu tun, der irrt. Der Mann, um den es hier geht, liest viel und liebt die nordische Mythologie.

Beitrag 1 stammt von Mitte Juni und beschreibt den Kommandeur von „Wiking“. Damals noch ein MSB (Mot.-Schützen-Bataillon) ist heute eine Brigade (3-4 fache Stärke) daraus geworden. Die sind nach Kompanien strukturiert, mit 5-6 Stück Panzertechnik ausgerüstet, Artillerie in Batteriestärke (mit 4-6 2S1 oder D30 und Granatwerfern 120 mm), Aufklärern, Transport, Sicherstellung, Sanitätsmitteln usw. ausgestattet. Der Chef der Truppe war zu Ukrainezeiten bei der Marineinfanterie und ein absolut faszinierender Typ.

Mit Beitrag 2 bleiben wir genau in der Gegend und begleiten den Kompaniechef der 3.Kompanie, Bootsmann. Das Video vermittelt einen Eindruck von dem, was sich in der Nähe von Belaja Kamenka abspielt und wer die Leute sind, die da ihren Kopf hinhalten.

Wir haben in letzter Zeit viele schlaue Texte von Fachleuten gelesen, daraus entsteht natürlich eine eigene Meinung. Und die habe ich aufgeschrieben.

In erkennbar kurzer Zeit werden die Kampfhandlungen im Südosten der Ukraine wieder voll entflammt sein. Der Waffenstillstand nach den Bedingungen von Minsk-II hat nie funktioniert, beide Seiten haben die Zeit genutzt, um ihre Kampffähigkeit zu verbessern. D.h., die Ukri haben ihre Truppen gesammelt, durch Mobilisierungen personell verstärkt, mit Hilfe von NATO-Ausbildern unterwiesen und mit Technik ergänzt. Damit dürften sich jetzt dort ungefähr 70000 Kämpfer befinden, relativ gut ausgebildet, schwach bewaffnet und ausgerüstet. Nach einem halben Jahr wurde die gesamte ukrainische Linie stark befestigt.

Auf der Seite der Landwehr wurden zwei Armeekorpus geschaffen, die vermutlich vom Westwind-Oberkommandierenden im Gefecht geführt werden. Die Personalstärke dürfte nur knapp unter der Ukri-Stärke liegen, Differenzen und fehlende Verbände und Truppenteile der Armeeführungsebene wird Westwind im Bedarfsfall ergänzen. Auch die Landwehr hat eine komplett ausgebaute Verteidigung vorzuweisen. Die Abschnitte sind verteilt, vermessen, ausgebaut in mehreren Staffeln und Reservefeuerstellungen.

Was passiert da überhaupt? In den letzten Tagen haben wir aus Gorlowka, Belaja Kamenka, Marijnka, Schirokino, Lugansk, …. von Kampfhandlungen gehört. Der neuralgische Punkt dabei wird Marijnka gewesen sein. Die Ukri wollten testen, wurde empfangen und zurückgeschlagen, dann ging es der Landwehr ähnlich. Auch sie blieben in der Verteidigung stecken. Das hat beiden Seiten einen Eindruck davon verschafft, wie gut vorbereitet die jeweils andere Seite ist (wir reden hier von mehren Hunderten Toten und Verwundeten).

Unabhängig von allem ist aber für beide Seiten vollständig klar, dass diese Situation nur in einem Waffengang aufgelöst werden kann.

Die Ukri: denen sitzen die Kessel von Illowaisk und Debalzewo noch in den Knochen. Man würde zu gern mit gleicher Münze zurückzahlen. Das ist natürlich prinzipiell möglich. Man sucht sich Lücken oder andere geeignete Stellen in der gegnerischen Verteidigung, massiert dann da Kräfte und Mittel (man muß eine 3-5fache Überlegenheit herstellen) und geht nach ausgiebiger Artillerievorbereitung zum Angriff über. Im Hinterland zerschneidet man die Nachschubwege, unterbricht sämtliche Wege und Straßen und feuert auf den dann eingekesselten Gegner, sobald er sich nur rührt. Ich habe den Eindruck, als wenn die aktuellen Aktionen gewaltsame Aufklärung im Interesse der Vorbereitung von solchen Kessel-Aktionen sein soll. Dem wurde mit dem vermeintlichen Abzug der Technik, die sich natürlich immer noch in Schlagweite befindet, ein Strich durch die Rechnung gemacht. Es fehlen die wichtigen Aufklärungsziele auf dem Gefechtsfeld.

Man berichtet von einer Konzentrierung von zwei mech.Brigaden bei Lugansk, die dann nur die Aufgabe erhalten können, Lugansk, das Hinterland und Nachschubwege zu blockieren. Stadtkampf mit 5000 Soldaten und der Bewaffnung einer mech.Brigade dürfte eine schmerzhafte Sisyphos-Aufgabe werden. Das Ziel der Ziele ist wohl ein großer Kessel bei Debalzewo und der Vorstoß ins Hinterland von Donezk. Sollte es ihnen gelingen, den Nachschub zu stören, würde das die folgenden Aufgaben erschweren.

Die Landwehr: Vor einem Jahr von Strelkow und Genossen initiert, dann im Selbstlauf angeschwollen, ein halbes Jahr später bereits in der Lage, die Ukris vernichtend zu schlagen. Dann entstand die Idee, den „Rest“ auch von der Landwehr erledigen zu lassen. Dabei stellte man allerdings fest, dass Organisiertheit und vor allem die Truppenstärke trotz der Unterstützung vor Ort nicht für Angriffshandlungen ausreicht. Im Ergebnis wurde im nächsten Halbjahr die Personalstärke verdoppelt. Der Landwehr dürften mindestens 50000 Kämpfer zur Verfügung stehen. Damit ist jeder zweite Kämpfer schon mal neu. Da von der „alten“ Hälfte viele Kämpfer aus den unterschiedlichsten Gründen (z.B. hat Kadyrow seine Leute zurück geholt, Andere kamen mit den Anforderung an Disziplin und Ordnung nicht zurecht, wieder andere hatte private Gründe) wurde der Prozentsatz erfahrener Kämpfer noch deutlich weniger. Man hat natürlich über Ausbildung versucht, Defizite abzubauen. Eine Zeit lang wurden auch nur Leute mit Diensterfahrung eingestellt.

Das zweite große Problem war, Klarheit in den Köpfen zu schaffen. Wer sich schon die Flagge in Kiew hissen sah, musste erst die Wahrheiten des Kampfes im Donbass aktualisieren. Einer der Hauptgründe für die vernichtenden Niederlagen war in der Arbeit der Stäbe und dem Verhalten der Vorgesetzten zu suchen. Darauf würde ich heute nicht mehr bauen. Die Nazifizierung des Offiziersbestandes der Ukri ist fortgeschritten. Es gibt immer noch Leute, die den Landwehrarmeen zuarbeiten, aber die Regel ist das nicht.

Zusammenfassend muß man wohl davon ausgehen, dass verlustreiche andauernde Kampfhandlungen erwartet werden können. Die Landwehr wird ihr erprobtes Rezept der standhaften Verteidigung anwenden, die angreifenden Ukris ausbluten lassen und im geeigneten Augenblick in konzertierter Aktion mit regionalen Kräften wichtige Ziele einnehmen. Auch das in der erprobten Methodik, also mit einer ausgiebigen Artillerievorbereitung und dann vorsichtig folgen, im Zweifel weiter die Artillerie arbeiten lassen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Landwehr Noworossija nimmt, der Westen des Landes zerbröckelt und unter Hoheit der Nachbarstaaten entschwindet und die Restukraine (Kleinrussland) sich Noworossija anschließt. Die Gebiete werden selbstverständlich Bestandteile von Russland, auf keinen Quadratmeter wird freiwillig verzichtet, das Trauma vom Zerfall der Sowjetunion wird damit abschließend bearbeitet. Da die Polen und Rumänen zu keiner Zeit eine ernsthafte Gefahr darstellen werden sind die erforderlichen Transportwege im Rahmen des Projektes Seidenstrasse gesichert. Für die Wiederherstellung des Lebens in der Ukraine wird China der Hauptansprechpartner sein. Ende gut, alles gut. Bevor Bewegung in die Handlungen kommt, werden wohl noch 14 Tage – drei Wochen vergehen. Ende des Jahres dürfte es keine Ukraine mehr geben. Dann wird man mit Frau Merkel über den Fakt des verbrecherischen Annektierens reden, die Balten fragen, ob sie bis an ihr Lebensende nur Sprotten essen wollen und die Amerikaner weiter alt aussehen lassen. In einer Neuordnung des Europäischen und euroasiatischen Sicherheitssystems wird die NATO dann bis zur Bedeutungslosigkeit abgeschmolzen.

Invictus maneo!

Voicedonbass:

Wir alle sollten darauf hoffen, dass die  Chefs der Republiken  die Neurussische Armee (Volkswehr) auch weiterhin “im Griff“ behält. Das sich keine Szenarien entwickeln, die ein Eingreifen der Nato ermöglicht. Auf nichts anderes baut die USA, als das eben der “Größenwahn“ sich durchsetzt und es tatsächlich zum Versuch käme,Kiew einnehmen zu wollen. ….

Die Folgen verschiedener Szenarien sind Thema eines der Folgeartikel von Voicedonbass.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Der Waffenstillstand bei Belaja Kamenka ist mit dem Eintritt des Bataillons „Wiking“ in den Kampf zu Ende gegangen

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

    Gefällt 1 Person

  2. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Ein echter Krieg eben — und näher als Süd-Italien oder Süd-Frankreich, eigentlich vor unserer Haustür — und nicht: „der Gürtel schnallt sich enger, sondern die Katastrophe Europas weitet sich mehr und mehr aus“. … eigentlich macht es mich „sprachlos“, war ich doch Anfang der 1980-er mit vielen Millionen anderen „für Frieden, gegen „NATO-Doppelbeschluss und Pershing“ auf die Straße gegangen. Ist „meine“ Generation ausgestorben — wo sind all die vom Frieden Bewegten geblieben – tot, oder was vom ständigen Stimmen-Abgeben, das dann lautlos machte und in der Urne begraben wurde???

    Leute, macht mal wieder den Mund auf, denn wir befinden uns im Krieg, zu dem keiner hingehen wollte, weil gedacht wurde, es müsse sich nur noch zurückgelehnt werden, wenn sich vorgestellt würde, dass Krieg sei und keiner hinginge, während doch das System ständig weiter darauf zu gehen MUSSTE und in gewisserweise jeden vereinnahmte.

    Leute, wir befinden uns bereits im Großen Krieg Gegen Russland — aber das muss nicht wieder so wie 1919 oder 1949 enden …

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s