2.890€ werden ein bisschen geraubte Menschenwürde zurükgeben. Wir geben nicht auf. Wir machen immer weiter.

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bleibt  auch weiterhin, nach der Osterspendenaktion  offen für jedermann, der zukünftig  den Ärzten, Schwestern und Pfleger helfen will, ihren Patienten eine menschenwürdige  Behandlung zu gewährleisten. Oder auch der Administration von Donezk, über ihren Bürgermeister Möglichkeiten zu gewährleisten, bedürftigen Donbass- Kinder & Alten ein bisschen Lebensfreude zu schenken. Wir bleiben dran.

Alles hat seine Zeit.

Danke sagen ist angesagt denjenigen, die alle zusammen nun es schon möglich machen, dass wir mit 2.890 Euro beginnen können zu helfen. 

Und Danke natürlich auch allen, die auf andere Weise helfen.  

unnamed (59)Wir begannen die Vorstellung der Ärzteschaft des Lazaretts,  mit einem der Gründungsärzte des Krankenhauses. Er wurde vor dem Krankenhaus stehend von einem feigen Scharfschützen ermordet.Seiner werden alle die ihn kannten, seiner werden auch wir weiter gedenken, die wir , sein Wirken erzählt bekamen.

Heute nun beginnt die Zukunft des Hospitals,

die, zumindest momentan noch nicht gesichert ist. Es wird schwer werden es zu erhalten, aber wir werden es schaffen. Schon deshalb, weil es Menschen gibt wie er, von dem wir nachfolgend erzählen.
Doch nun, rein ins Leben. Wir lernen  heute  den  jüngsten der Ärzte unter der Überschrift kennen, die aus einem Lied stammt, mir selbst jedoch momentan noch  nicht bekannt ist. So doch der Ärztin, die diesen Bericht schrieb, die Fotos fertigte und uns zur Verfügung stellt. Wir werden sie noch fragen 🙂

05Nicht die Menschen treffen die Wahl, sondern der Krieg 

Alexej ist der jüngste Diplomarzt des Hospitals, im Juni schließt er seine Weiterbildung als Frauenarzt ab. Er hat im Zentrum des Schutzes der Mutterschaft und der Kindheit gearbeitet. Seit den ersten Tagen der Existenz des Hospitals kam er als ehrenamtlicher Kriegschirurg. Den ganzen Sommer über, statt seinem Urlaub, als andere, sogar erfahrene und hochqualifizierte Ärzte aus Donezk geflüchtet sind, arbeitete er im Hospital. Er lebte einfach dort und leistete verwundeten Soldaten der Volkswehr Hilfe rund um die Uhr.

0102Kriegsmedizin lernte er nach und nach während der Einlieferung der Verwundeten. Zusammen mit seinen älteren Kollegen arbeitete er sich in den Beruf des Kriegschirurgen ein. Patienten mögen ihn sehr für seine Aufmerksamkeit und sein Mitgefühl. Wie viele Splitter er entfernt und wie viele Wunden er verbunden hat, weißt Alexej nicht mehr, er hat sie nicht gezählt. Dafür kennt er noch alle seine Patienten bei ihren Rufnamen und besonders bei ihren Wunden. Die ganzen 10 Kriegsmonate lang arbeitet der junge Arzt im Hospital auf der chirurgischen Station Nr.2. Jeder Tag fängt mit einer Begehung an, dann – Verband, in der Regel 30 bis 40 Verwundete, Lösung der organisatorischen Fragen der Diagnostik und der Korrektur der Behandlung, Dokumentation.

03Auf der Frage, ob es schwer ist, als Kriegschirurg zu arbeiten, sagt Alexej am Ende des Arbeitstages müde lächelnd: „Schwer, aber sehr interessant.“

Schwer ist vor allem zu begreifen, warum jemand in unserem Heimatland einen Krieg angezettelt hat, wo unsere Landsleute, Jungen und Mädchen, getötet und zu Krüppeln gemacht werden, die nicht kämpfen sollten, sondern arbeiten, Familien gründen und Kinder auf die Welt bringen. Schwer ist es, das Leid von Kriegsinvaliden zu beobachten, die ohne einen Arm oder ohne ein Bein geblieben sind; unglaublich schwer ist es, Landsleute, enge Freunde zu verlieren.

04Und interessant ist es, weil jeder Fall, jede Wunde klinisch gesehen einmalig ist. Wir freuen uns zusammen mit Verwundeten, wenn sie schnell gesund werden und in den Kampf zurückkehren. Angenehm ist es, wenn grauhaarige Soldaten, die viel älter sind als du, dich respektvoll mit „Doc“ oder „Nikolajewitsch“ anreden. Noch angenehmer ist es, wenn Jungs, die eine Behandlung durchlaufen haben und an die Front zurückgekehrt sind, beim Aufenthalt in Donezk in unser Hospital eilen, um uns als ihre alten Freunde einfach zu besuchen. Wegen solchen Augenblicke lohnt sich das Leben!“

Nach dem Abschluss der Weiterbildung als Frauenarzt möchte Alexej seinen Beruf wechseln und Kriegschirurg werden. So hat unser Absolvent, der von dem schönsten der Arztberufe geträumt hatte, der der Geburt eines neuen Lebens hilft, unter harten Kriegsbedingungen seine Wahl getroffen zugunsten eines anderen Weges –Kampf mit dem Tod, für den Frieden im Heimatland.

Und das ist nicht nur seine Wahl, sondern auch sein Leben geworden.

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Eine Antwort zu 2.890€ werden ein bisschen geraubte Menschenwürde zurükgeben. Wir geben nicht auf. Wir machen immer weiter.

  1. Frank Gottschlich schreibt:

    Also, ich sage euch allen einmal:

    Dem Jungen werde ich in Donezk dermaßen was auf die Schulter klopfen, dass er sich selbst behandeln muß:-) Das , was die Kollegin über ihn schreibt, muss man wirklich 3 mal lesen, um es auch nachvollziehbar zu verstehen. Ja, jetzt im Moment ist mal wieder bisschen Waffenstillstand. Kleines bisschen Ruhe…. Als er aber anfing,schlugen die Granaten links und rechts ein…. wir alle kennen die Bilder. Wochen…Monate … But..Blut…Blut…Schreie, Hilfe Sanitäter…
    Neee..der hat nicht nur NICHT ab, der merkt in dem Moment, dass er genau dazu geboren ist. Eben als “Kriegsarzt “ zu arbeiten…..

    Friedensnobellpreis 100 Pro.!

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