Existiert die russische Solidarität für den Donbass überhaupt noch in 2015 ?

Gastbeitrag von Valentin Pehterev  , Donezker praktizierender Arzt, der nicht den Donbass verlassen hat……

Ich erinnere mich noch an März-April 2014 in Donezk. Das Geschrei: “Russland! Putin!“, die Lieder von Bitschevkaija (Markenimage – russische Patriotin) auf jedem Eck, die Spots mit diesen Liedern etc. Kreml promeniert auf dem Podium und demonstriert Muskel. In Russland – Aufstieg des nationalen Stolzes.
Zum Januar 2015 hat es sich rausgestellt, dass die Russen nirgendwohin gehen, die Lieder von Bitschevkaija sind nicht mehr zu hören, und von dem Raum unter den Podium kann man eine Stimme hören, die sagt, dass es gar nicht so gemeint war. Dass russische Volk schreit: „Lasst unseren Präsidenten in Ruhe, der ist gut!“ Und heute, am 11.01.15, lese ich schon die Nachricht, dass russisches Sonderkommando den Aufstand der Russen in Donbass unterdrückt. Es mag eine Lüge sein, aber unter Berücksichtigung dieser Entwicklung liegt es der Wahrheit sehr nah. Ich bin gespannt, ob in diesem oder im nächsten Jahr Herr Vlasov Herrn Bandera die Hand schütteln würde? In Moskau oder in Kiew?

Я помню март-апрель 2014 в Донецке. Крики: „Россия! Путин!“, песня Бичевской на каждом углу „Русские идут“, клипы с этой песней и прочее. Кремль прогуливается по помосту и демонстрирует мускулы. В России национальный подъём. К январю 2015 оказалось, что русские никуда не идут, песен Бичевской не слышно, помост, по которому прогуливался Кремль пуст, а из под помоста доносится голос, говорящий, что мы пошутили. Народ России кричит: „Не трогайте нашего президента, он хороший“. А сегодня, 11.01.15 уже читаю новости о том, что российский спецназ подавляет восстание русских в Донбассе. Может, и брехня, но очень недалеко от истины, судя по развитию событий. Интересно, в этом или в следующем году господин Власов пожмёт руку герру Бандере? В Москве или в Киеве?

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7 Antworten zu Existiert die russische Solidarität für den Donbass überhaupt noch in 2015 ?

  1. Rita Vuia schreibt:

    Ich denke Ihr solltet dem Präsidenten vertrauen. Er lässt Euch nicht im Stich aber ihm sind auch die Hände gebunden. Zur gegebener Zeit wird er einschreiten wenn er muss- Es steht zu viel auf dem Spiel. Er muss die Welt im Auge behalten – nicht nur den Donbass. Aber im Stich lässt er Euch nicht – glaubt mir. Ich denke sogar dass die Antwort und die Hilfe bald kommt. Krieg ist keine Lösung – da gibt es nur Verlierer. Gott schütze Euch. 

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  2. Solveigh Calderin schreibt:

    Der Autor scheint der anti-russischen Propaganda erlegen zu sein.
    Hat er schon die elf Kolonnen humanitärer Güter vergessen, von denen der letzte zum Neujahrsfest kam?

    Ich hätte diesen Artikel NICHT veröffentlicht. Er macht Stimmung. Und keine gute!

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    • Olga Malzev schreibt:

      Der Autor hat nie der russischen Propaganda unterlegen und wird dies auch in Zukunft nicht, sondern er steht- und stand die ganze Zeit direkt unter Beschuss! Und jetzt wieder ganz massiv. Und wer nicht an seiner Stelle war/ist und sich in Sicherheit befindet, hat kein moralisches Recht, solche Menschen zu beurteilen. Viele andere empfinden und sagen es genau so, bloß nicht alle können es so verfassen.

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  3. Frank Gottschlich schreibt:

    Nu ja, Solveigh .das sagt eine real existierende Person, der nicht in Deutschland/EU lebt, sondern in Donezk seinen Arztjob macht. Ich denke auch nicht, dass er die “Solidarität“ bezogen auf die Hilfe meint, die nun schon in elf großen Kolonnen an LKW aus Russland angerollt ist. Ich denke, er meint (aber man kann ihn ja selbst fragen, dies in Russisch, dass es ihm sicher um die Tatsache geht, dass dieser Drecksack von Poroschenko immer noch kann ungestraft täglich Menschen zwingen, sich im Bunker auf zu halten.Und täglich eben Menschen, die ja auch seine Mitbürger und Freunde sind, sterben. Ich denke, dass er denkt, man müßte die vielen Russen , die sich täglich Gedanken machen – und helfen – einem einzigen Russen mal bisschen Beine machen….. ihm sagen, dass der Westen eh macht was er will, egal was er macht in der Ukraine…und das es Schwachsinn darstellt, zu warten, bis die Wahnsinnigen in Kiew dann genug Panzer – und “Personal“ haben. Und ich denke, ihm als Betroffener, dem die Bomben um die Ohren fliegen, dem die noch halbwegs überlebenden Bombenopfer auf den OP-Tisch gelegt werden, der auch sich selbst nicht in den Bunker verzieht, wenns direkt neben ihm einschlägt, sondern der seine Maloche macht…. der hat bestimmt das Recht mal zu fragen, was das soll…. !

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    • Solveigh Calderin schreibt:

      Nun, erstens sollte ein nüchtern denkender Mensch (was ich von einem Arzt annehmen muss, dass er dazu in der Lage ist) WISSEN, dass die russische Regierung alles kann, aber keine Invasion in den Donbass starten, denn das ist ja genau DAS, was der Westen will!

      Und diese „Hilfeschreie“ hat auch schon ein Herr Strelkow abgelassen, der nun nachweislich nicht unbedingt das Wohlergehen der Bürger des Donbass, sondern wohl eher das der russischen Oligarchen, die ihn schickten!!

      Ein Mensch ist nicht per se ein guter Mensch, weil er im Donbass bleibt und dort kämpft!
      Wer dieser Meinung anhängt, begeht einen fatalen Irrtum und hat seinen Kopf ausgeschaltet!

      Ach ja, übrigens, woher wohl bekommt der Donbass die Waffen, mit denen dort geschossen wird, die Munition, mit der geschossen wird? Alles den Ukros abgenommen? Ja, und der Mond ist auch ein Käse!
      Diese Aussage dieses Arztes ist brandgefährlich und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie aus Verzweiflung entstanden ist, untertützt sie doch einen Maidan in Russland unter „patriotischen“ Vorzeichen!

      Ich empfehle diesen Artikel zum näheren Verständnis.

      https://hesikamiscellaneous.wordpress.com/2014/06/20/mit-kuhlem-kopf/

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  4. Olga Malzev schreibt:

    Trotz der Theorie und der Praktik des Informationskriegs, die zeigen, dass die persönlichen Beleidigungen dort als eine Waffe angesetzt werden, habe ich immer noch eine Illusion gepflegt, dass die Menschen ab einem bestimmten Niveau sich solche Dummheiten sparen können und sachlich und respektvoll diskutieren. Aber diese Illusion schwindet immer mehr. So viel ist es aber davon immer noch geblieben, dass ich bestens Gewissens sagen kann: wenn der Mensch neben den sachlichen Argumenten, ohne seinen „Gegner“ persönlich zu kennen (geschweige denn, sich in seine Lage zu versetzen), persönliche Beleidigungen und ganz schwere Anschuldigungen ansetzt und letztendlich den Autor sogar mit dem Verräter Strelkov vergleicht… – dann ist es bei mir Feierabend. Mit so einem Menschen braucht man nicht mehr ernsthaft reden, worüber auch immer. Die Mühe kann man sich komplett sparen.

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